Wissenswertes zu Handelssignalen
Handelssignale werden an der Börse durch bestimmte Kurskonstellationen identifiziert, die nach charttechnischer Analyse eine bestimmte Wahrscheinlichkeit generieren, dass sich der Kurs in eine Richtung weiterbewegt. Sie bestimmen also zunächst die Handlungsrichtung (long oder short) und zweitens das Handlungsniveau, an welchem der Anleger mit dem entsprechenden Anlageinstrument kauft oder verkauft. Man kann zu den Handelssignalen auch die Bestimmung eines Kurszieles und die Wahl eines Stopplossniveaus hinzuzählen. So, wie ein bestimmtes Kursniveau aussagekräftig in Bezug auf den Einstieg ist, so gibt es andere Niveaus, an denen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit die vorangegangene Bewegung enden kann und eine Gewinnmitnahme sinnvoll ist, sowie Niveaus, bis zu denen eine Bewegung zurückschwingen kann, ohne die Hauptrichtung generell zu verlassen, und in deren Nähe daher sinnvoll Stopps platziert werden können. Allerdings ist die Platzierung von Stopps auch von anderen Gesichtspunkten, nämlich dem Risiko-und Moneymanagement, abhängig.
Für die Identifizierung von Handelssignalen gibt es verschiedene charttechnische Ansätze. Aus langer Erfahrung wurden durch Händler Kursmuster ermittelt und beschrieben, die Handelssignale generieren. Diese werden in verschiedene Hauptgruppen unterschieden. Breakout-Signale gehen davon aus, dass nach einer engen Seitwärtsbewegung der Ausbruch in eine Richtung erfolgen wird. Trendfolgende Signale verwenden das Muster der 1-2-3-Formation, bei der der Kurs sich in eine Richtung bewegt, dann zurückkehrt, aber nicht bis zum Ausgangspunkt der Bewegung, und die Richtung erneut aufnimmt. Überschreitet er den vorherigen Hochpunkt der Richtung, wird ein Handelssignal für die Trendfortsetzung generiert. Andere Handelssignale basieren auf komplexeren Mustern wie der Schulter-Kopf-Schulter-Formation, steigenden und fallenden Dreiecken, Diamantformationen, gleitenden Durchschnitten und Trendlinien. Unterschiedliche Handelssignale können durch die Verwendung einer unterschiedlichen Chartdarstellung generiert werden. Die Verwendung der japanischen Candlesticks erlaubt eine andere Identifikation von Handelssignalen als die Verwendung von Linien-oder Stabcharts.
Dem Anleger oder Trader müssen zwei Dinge bewusst sein. Das erste ist die Relativität von Handelssignalen. Sie besagen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs in die entsprechende Richtung bewegt, aber niemals mit Sicherheit. Der zweite Aspekt besagt, dass Handelssignale nur ein Baustein des Handels insgesamt sind. Andere Bausteine sind die Auswahl der passenden Anlageinstrumente sowie das Risiko-und das Moneymanagement. Erfahrene und erfolgreiche Trader bewerten die letztgenannten Aspekte sogar am höchsten. Dennoch ist es möglich, Handelssignale zu erkennen und erfolgreich anzuwenden